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Syntegrativer Ansatz


Ziel & Fokus: Selbstwirksam, gesund und würdevoll Leben und Organisation gestalten

Der syntegrative Ansatz von Tom Küchler unterstützt Menschen und Organisationen dabei, ein selbstwirksames, gesundes und würdevolles Leben zu gestalten.

Dabei stehen die Potenzialentfaltung im Mittelpunkt.

Ein Kernfokus ist die Entwicklung und Erweiterung einer KEV-Vitalität – der Regulationskompetenz von Kognitions-, Emotions- und Verhaltensweisen. Die flexible Anpassung und Erweiterung von Denk-, Fühl- und Verhaltensmustern an spezifische Kontexte ermöglicht eine gesunde Selbstregulation und damit ein ausbalanciertes Zusammenspiel von Kopf, Herz und Hand (H³-Zusammenspiel).

Diese Dynamik wird im potenzialGPS von Tom Küchler anschaulich skizziert: Es zeigt, wie Glaubenssätze, Emotionen, Potenziale und Sinn-Erfahrungen miteinander verwoben sind und wie über bewusste Musterveränderung Orientierung, Selbstwirksamkeit und Entwicklungsenergie entstehen können.


SYNTEGRATIV

Syntegrativ bezeichnet zunächst die Verbindung aus „synergetisch (systemisch)“ und „integrativ„. Auf Grundlage der „Generischen Prinzipien der Synergetik“ können dabei unterschiedliche methodische Zugänge und Perspektiven aus verschiedenen Denkschulen sinnvoll miteinander verbunden werden.

Auf einer zweiten Ebene verweist das syn im Wort (aus dem Griechischen syn = zusammen, miteinander) darauf, dass syntegrativ immer das Zusammenwirken der relevanten Ebenen im Blick hat. Der syntegrative Ansatz orientiert sich hierfür an einer Vier-Felder-Perspektive (Die PS-Matrix von Tom Küchler – mit Bezug auf die integrale Theorie nach Ken Wilber und ansatzweise Luhmanns Entscheidungsprämissen), die sowohl die Person als auch das System in ihren sichtbaren und unsichtbaren Anteilen berücksichtigt.

Konzept der liegenden Acht
(bald mehr)

Diese Logik lehnt sich an die Eisberg-Metapher an: Nur ein Teil menschlicher und systemischer Wirklichkeit ist direkt sichtbar – ein anderer Teil wirkt unterhalb der Oberfläche.

Auf der Personseite zeigt sich im sichtbaren Feld das Verhalten – das konkrete Handeln, Reagieren und Interagieren. Das unsichtbare Feld umfasst das innere Erleben: Gefühle, Gedanken, Körperempfindungen, Bewertungen und interne Muster.

Auf der Systemseite bildet die Struktur den sichtbaren Bereich – Rollen, Prozesse, Regeln, Abläufe und formale Erwartungen. Die Kultur hingegen beschreibt den unsichtbaren Bereich – Werte, unausgesprochene Normen, informelle Erwartungen und atmosphärische Dynamiken.

Diese vier Felder bilden den Bezugsrahmen des syntegrativen Ansatzes: Sie wirken wechselseitig aufeinander ein und prägen die Muster, in denen Stabilität, Irritation und Veränderung entstehen.

Theorie-Fragmente

Uns leitet in allen vier Dimensionen systemtheoretisches Denken und Handeln. Mit der Soziologischen Systemtheorie nach Niklas Luhmann nehmen wir das System – insbesondere auf die formalen und informellen Strukturen und Interaktionsmustern in dem Blick. Den Menschen betrachten wir in seiner Lebenswelt mit der Personzentrierten Systemtheorie nach Jürgen Kriz. Dabei fokussieren wir die Kognitions-Emotions-Verhaltens-Muster (KEV-Muster) und die vier Prozessdimensionen (psychische, interpersonelle, kulturelle und körperliche Prozesse).

Aus dem Ansatz der Lösungsorientierung nach Steve de Shazer entnehmen wir einerseits den Blick auf „Muster des Gelingens“. Wir schauen auf das, was funktioniert. Andererseits nutzen wir die „magnetische Kraft der Lösungskonstruktion“ bei unserer Arbeit in Beratung, Coaching, Supervision, Organisationsentwicklung oder Führung.

Die GENERISCHE PRINZIPIEN aus der SYNERGETIK, die SYSTEM-MATRIX (Theorie des vereinigten Feldes/ R. Dilts als Interventionsmatrix mit ihren drei wesentlichen Denkrichtungen: Time Line, Meta Mirror und Logische Ebenen), das RUBIKON- und das MUSTERWECHSEL-MODELL nutzen wir für die Gestaltung des PROZESSDESIGNS für Veränderungen (im Sinne von Musterwechseln).

Weitere theoretische Rahmenkonzepte sind SALUTOGENESE und RESILIENZ, die PSYCHISCHE FLEXIBILITÄT (Steven Hayes), der WÜRDEnavigator und die EMOTIONALE KOMPETENZ.

Andere Grundlagen entstammen der Psychologie, Therapieforschung, Organisationsforschung, Soziologie, Kultur- und Verhaltensforschung. Aus den theoretischen Grundlagen heraus können diverse Tools aus verschiedenen Denkschulen (Lösungsorientierung, Systemische Beratung, VT, Hypnotherapie, NLP, Gestaltansatz, ACT-Ansatz, ZRM, OE, Embodiement u.v.a.) genutzt und integriert werden.

Das zentrale Tool (quasi als Frameset) ist das SOLUTION-LOOP >>>


Kurzeitberatung mit Langzeitwirkung: Hilfe zur Selbsthilfe & Empowerment als Leitprämissen.

Der syntegrative Ansatz knüpft dabei an die Tradition minimalinvasiver Kurzberatung an: Trotz theoretischer Komplexität bleibt die Arbeitsweise so einfach wie möglich, analog, ressourcenschonend und praxisnah. Kleine Interventionen können große Wirkungen entfalten, wenn sie im „richtigen Moment“ an einem sensiblen Punkt der Selbstorganisation ansetzen. Genau hier zeigt sich die synergetische Perspektive am stärksten: Veränderungen entstehen nicht linear, sondern sprunghaft, musterbildend, emergent.

Ein verdecktes Arbeiten im Sinne einer Black-Box-Beratung ist ebenso möglich. In der Arbeit mit größeren Systemen/ Organisationen ist jedoch ein „umfangreicheres Setting“ oft hilfreich.

Syntegrative Beratung ist zugleich eine Form der Komplementärberatung. Nichtwissend-fragende Prozessführung und gezielt impulsgebende Fachberatung werden nicht als Gegensätze verstanden, sondern als komplementäre Modi, die je nach Kontext ineinandergreifen. Die Haltung bleibt dabei konsequent systemisch-resonanzsensibel – und zugleich offen für klare Orientierung, wenn sie hilfreich ist.


Die Prämissen des syntegrativen Ansazes

„Die Wellen des Wandels sufen“

Auf den Grundlagen der generischen Prinzipien der Synergetik sowie aus dem Rubikon– und Musterwechsel-Modell werden die folgenden W.A.N.D.E.L.-Prämissen des syntegrativen Beratungsansatzes (Tom Küchler) abgeleitet.

Die sechs Prämissen sind keine feststehenden Wahrheiten, sondern hilfreiche Grundannahmen, die Veränderung verstehbar und gestaltbar machen. Im Sinne des systemischen und konstruktivistischen Denkens sind sie flexibel, anpassbar und dienen als Denkwerkzeuge, um Wandel erfolgreich zu navigieren.

Wahrnehmen
INNERES ERLEBEN als RICHTUNGSGEBER nutzen
Ausgangslage und Motivationsrichtung reflektieren

Attraktoren
Kontextuale MUSTER erkunden
konflikthafte und potenzialhemmende KEV- & Interaktionsmuster sowie Muster des Gelingens finden

Neuorientierung
SELBSTVERANTWORTUNG und LÖSUNGSTRANCE herstellen
Motivation und Veränderungsbereitschaft erkunden

Diamant
Gesunde und würdevolle ZIELE erfinden
Zielfindung (ggf. unter Verwendung von Modellen)

Erschwernis
AMBIVALENZEN zum Schwingen bringen und HINDERNISSE managen
Ambivalenz- und Hindernismanagement

Lösung
RESSOURCEN vitalisieren und OPTIONEN eröffnen
Musterveränderung, Ressourcenvitalisierung, Lösungsgestaltung und Handlungsplanung

Die Wandelprämissen des syntegrativen Ansatzes lassen sich zu einem kompakten Orientierungsrahmen verdichten. Für die Veröffentlichung „Veränderung darf sexy sein“ habe ich diese Grundannahmen in das S.E.X.Y.-Format übersetzt – ein Modell, das die Dynamik von Veränderungsprozessen prägnant auf vier zentrale Fokussierungen reduziert.
Die folgenden Beschreibungen orientieren sich eng an dieser Buchfassung.

S – Selbstverantwortung
Inneres Erleben nutzen & Muster erkennen.
Akzeptanz und Lösungstrance herstellen!

Wenn wir uns verändern wollen, sollten wir zunächst eine selbstverantwortliche Haltung einnehmen. Dazu gehört die Akzeptanz von dem, was war und ist, und ein Gefühl, es „selbst in die Hand nehmen zu wollen“, statt ein „Opfer des Problems“ zu sein. Dazu gehört auch, das innere Erleben als Richtungsgeber zu nutzen: Welche Gefühle, Impulse und Körperreaktionen weisen auf das hin, was für uns wichtig ist? Ebenso hilfreich ist es, wirksame und hinderliche Muster zu erkennen – innere Muster ebenso wie kontextuale oder interaktive Muster. Der Veränderungswunsch sollte intrinsisch motiviert sein und im eigenen Einflussbereich liegen. Auf dieser Grundlage können wir lösungsorientiert in Richtung des Veränderungswunsches schauen und eine erste Neuorientierung ermöglichen.

E – Ergebnis
Emotionsgerahmte und anziehende Ziele
Attraktive und sinnvolle Ziele (er)finden!

Das Ergebnis der gewünschten Veränderung muss für uns anziehend sein – im besten Sinne erotisch, also anziehend, verlockend, motivierend.
Ziele sollten emotionsgerahmt sein: Sie leben davon, dass sie gefühlt werden können und emotional anschlussfähig sind. Wir sollten Lust haben, das Ziel zu erreichen, und es sollte eine starke, positive Zugkraft entfalten. Gleichfalls ist es in Veränderungsprozessen von großer Bedeutung, wie wir diese Veränderung – im Sinne eines Ziels oder einer Lösung – beschreiben. Wie können wir beginnen zu bemerken, dass die Veränderung passiert ist? Was werden wir sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen? Kurzum: Wie können wir die Veränderung sinnlich wahrnehmen und beschreiben?

X – Faktoren
Ambivalenzen zum Schwingen bringen und Hindernisse managen!

Veränderungen haben oft unbekannte Variablen, und auf unserem Weg gibt es Stolpersteine, Hindernisse oder sogar mögliche Worst-Case-Szenarien. Es ist daher nützlich, Entscheidungen zu treffen, Ambivalenzen von Veränderungsprozessen abzuwägen und zu reflektieren sowie Ideen für den Umgang mit Hindernissen zu kreieren.
Widersprüche und Paradoxien gehören dabei zum Prozess – sie wollen bewegt, nicht beseitigt werden.

Yes!
Ressourcen vitalisieren und Optionen eröffnen!

Damit ein „Yes!“ im Sinne eines Ausrufs der Freude entstehen kann, braucht es Vertrauen in Erfolg, die Hoffnung auf Erreichbarkeit und den Zugriff auf unsere Ressourcen, Superkräfte, Fähigkeiten und Möglichkeiten, um das Veränderungsziel erreichen zu können. Indem wir Muster des Gelingens sichtbar machen und stärken, entstehen neue Optionen, Orientierung und Zuversicht.
So wird aus einer Idee Schritt für Schritt ein „Yes, das geht!“.


Wirkfaktoren und Haltung

Das humanistische Menschenbild, die Lösungsfokussierung und kybernetisch-systemisches Denken (>>> speziell die Korrektive zu den erkenntnistheoretischen Irrtümern nach Bateson) bilden das Fundament der Grundhaltung.

Eine weitere Orientierung erfolgt an den allgemeinen Wirksamkeitsfaktoren von >>> Hubble/ Duncan/Miller und Grawe.

Die H.E.R.Z.-WIRKFAKTOREN



Syntegrativer Ansatz I Tom Küchler I 2025

Überblick



Masterclass Systemisch-integrative Beratung & Coaching

Bewerbung via Mail an Tom Küchler unter tom.kuechler@potenzialentfaltung.org



Zentrales Tool: Solution-Loop

www.solution-loop.com


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