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Die PSI-Theorie

Die PSI-Theorie (Persönlichkeits-System-Interaktionen) beschreibt, wie verschiedene psychische Funktionssysteme zusammenwirken und so Selbststeuerung, Motivation und Handlungsfähigkeit ermöglichen.

Im Zentrum stehen vier grundlegende Systeme unseres psychischen Funktionierens.

Die PSI-Theorie (Persönlichkeits-System-Interaktionen) nach Julius Kuhl beschreibt Persönlichkeit als dynamisches Zusammenspiel verschiedener psychischer Funktionssysteme. Sie hilft zu verstehen, wie Motivation, Selbstzugang, Emotionsregulation und Handlungsfähigkeit entstehen – und wie sie gezielt gefördert werden können. Im Kontext dieses Ansatzes spielen auch die Theorie der somatischen Marker nach Antonio Damasio sowie die Überlegungen der Affektlogik nach Luc Ciompi (speziell seine Ausführungen zu den Fühl-Denk- & Verhaltensprogrammen/ „FDV-Programme“) eine wichtige Rolle. Beide Perspektiven betonen, dass inneres Erleben eine zentrale Orientierungsfunktion für Denken, Entscheiden und Handeln besitzen und kognitive Prozesse stets eng mit affektiven Bewertungen verbunden sind.

Lesetipp: Julius Kuhl und Maja Storch – Die Kraft aus dem Selbst: Sieben PsychoGyms für das Unbewusste


Gedanken aus der Praxis:

Manchmal werde ich gefragt, warum ich in meiner Arbeit so oft mit Bildern, Metaphern, Emotionen oder Körperwahrnehmungen arbeite – und nicht nur mit Sitzen und Reden.

Ein hilfreiches Erklärungsmodell dafür ist für mich die PSI-Theorie (Persönlichkeits-System-Interaktionen) von Julius Kuhl. Sie beschreibt, wie verschiedene psychische Funktionssysteme zusammenwirken und wie Motivation, Selbststeuerung und Handlungsfähigkeit entstehen.

Besonders spannend finde ich dabei das Extensionsgedächtnis – ein System, das so etwas wie die Geschäftsführung unseres Inneren ist. Dort werden unsere Erfahrungen integriert. Wenn wir Zugang zu diesem System haben und es auch für Zielsetzungen nutzen, entstehen häufig stimmigere Entscheidungen, tragfähigere Motivation und mehr innere Klarheit.
Mir ist in der Arbeit mit Menschen deshalb wichtig, dass Ziele möglichst aus diesem inneren Bezug entstehen – also „gewollt sind und nicht nur „gesollt“. Denn ein „gewolltes“ Leben trägt meist weiter als ein „gesolltes“.

In meinem syntegrativen Ansatz versuche ich deshalb häufig, nicht nur mit dem „Planungsbüro“ im „Linkshirn“ zu sprechen, sondern vielmehr mit der Inneren Geschäftsführung meiner Kundinnen und Kunden: durch den Fokus auf Bilder, Metaphern, Emotionen, Körperempfindungen und innere Erfahrungen.


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